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18. September 2018 um 20 Uhr

Buchpräsentation „Mehr ein Weltteil als eine Stadt“ von Marie Haller-Nevermann

„Mehr ein Weltteil als eine Stadt“ von Marie Haller-Nevermann

Eine spannende Reise in eine bislang viel zu wenig beleuchtete Welt: Der erste umfassende Überblick über die kulturelle Blütezeit Berlins zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Die deutsche Klassik war viel mehr als Goethe, Schiller und ihre Trabanten – und sie war viel turbulenter, bunter und aufregender als die meisten denken: Dichter, Denker, Juden, Christen, Bürger, Adelige, Reformer aller Couleur und die erste umfassende Bürgerbewegung Deutschlands – Marie Haller-Nevermann gibt erstmals einen Überblick über die entstehende Großstadtkultur Berlins um 1800.
Das Zentrum der deutschen Klassik ist ganz sicher nicht nur Weimar. Der Berliner Germanist Conrad Wiedemann hat dazu eine Diskussion angestoßen, aber diese Einsicht setzt sich in Deutschland nur langsam durch. Sie gewinnt aber an Boden.
Hier das um den Fürstenhof konzentrierte Weimar. Dort die viel unübersichtlichere, vielfältige und sich selbst suchende Bürgerkultur Berlins. Dabei war schon damals klar, dass in Berlin mehr Freiheit und deutlich mehr Dynamik herrschten. Hier wurde das erste, jedem Zuschauer frei zugängliche Nationaltheater gebaut, hier entstand eine rege Salon- und Debattenkultur, in der jüdische und christliche Denker, Kaufleute und Offiziere, Bürger und Adlige im Geist der Aufklärung miteinander diskutierten. Hier schreibt Karl Philipp Moritz einen der ersten psychologischen Romane der Weltliteratur, hier gründete Heinrich von Kleist die erste täglich erscheinende Abendzeitung, hier entstand der erste nicht an den Hof gebundene, gemischt singende Chor der Welt. 
Hier, in der Stadt des Aufbruchs, werden die Ideen zu einer modernen Universität und für das humanistische Gymnasium entwickelt. Und während in Weimar mit dem Tod der vier Großen das intellektuelle Leben abflacht und beginnt, sich selbst zu musealisieren, geht es in der ersten deutschen Großstadt erst richtig los – mit den beiden Humboldts, mit E.T.A. Hoffmann, Ludwig Tieck kommt eine neue Generation.

Eintritt: 5 Euro

Donnerstag, 27. September um 20 Uhr

Feier – Abend mit der Friedenauer Presse

Friedenauer PresseDie Friedenauer Presse wurde 1963 von Andreas Wolff in seiner Buchhandlung gegründet –  Der Zauberberg heißt sie heute. Seine Tochter Katharina machte aus dem Verlag eine der feinsten Adressen mit weiter Beachtung. Als sie sich zurückzog, ermöglichte sie das Fortbestehen der Friedenauer Presse unter dem größeren Dach von Matthes & Seitz. Die Verlegerin Friederike Jacob stellt die Verlagsgeschichte und drei Bücher aus dem aktuellen Programm in Lesung und Gespräch vor - Edward Debicki: „Totenvogel“, Denis Diderot: „Die Unterhaltung“ und Ambroise Pratt: „Menura“.
Ihre Schwester, die Schauspielerin und Sängerin Pauline Jacob unterstützt sie mit dem Akkordeon, mit Gesang und Zwischenfragen. Wir laden Sie herzlich ein, den Verlag an seinem Entstehungsort neu kennenzulernen und mit uns zu feiern.

Eintritt: 5 Euro 

 

Montag, 8. Oktober um 20 Uhr

22. Zauberberggespräch mit Archil Kikodze und Zaal Andronikashvili

Wenige Tage vor der Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengast Georgien sprechen wir mit dem Autor Archil Kikodze über seinen preisgekrönten Roman „Der Südelefant“, aus dem wir einige Passagen hören werden. Der bei Ullstein erschienene Roman führt uns über persönliche und nationale Erinnerungsorte in Tiflis, der Heimatstadt des Autors, zu wichtigen Gedanken über die condition humaine in unserer Zeit und seinem Land. Sein Freund, der Literaturwissenschaftler Dr. Zaal Andronikashvili vom Berliner Zentrum für Literatur- und Kulturforschung flaniert mit uns durch die reichhaltige Geschichte und die aktuelle Lage der georgischen Literatur. Wir freuen uns auf eine lebendige Debatte über Georgien und die große Literatur des kleinen Landes zwischen Asien und Europa.

Eintritt: 5 Euro 

 

Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 20 Uhr

Buchpräsentation „Der Gott jenes Sommers“ von Ralf Rothmann

Der Gott jenes SommersEin Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen.
War Ralf Rothmanns großer, in fünfundzwanzig Sprachen übersetzter Roman Im Frühling sterben ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist Der Gott jenes Sommers eine ebenso erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: »Ich hab alles erlebt.

Eintritt: 5 Euro

 


Anmeldungen zu allen Veranstaltungen in der Buchhandlung unter 56 73 90 91 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Wir freuen uns auf Sie!

Mit herzlichen Grüßen

 

Natalia Liublina & Gerrit Schoof

Kontakt

Buchhandlung Der Zauberberg

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Literarische Buchhandlung Der Zauberberg
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