VeranstaltungenWir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dienstag, 15 Januar 2019 um 20 Uhr

Prof. Dr. Petro Rychlo (Universität Czernowitz, Ukraine): „Paul Celan–Ossip Mandelstam: eine mystische Begegnung auf Distanz“

Die  dichterische und menschliche Gestalt des russischen Dichters Ossip Mandelstam hatte für Paul Celan eine „fundamentale“ Bedeutung gehabt: der deutschjüdische Lyriker aus Czernowitz war Entdecker des Werkes Mandelstams im deutschsprachigen Raum, seine Übersetzungen Mandelstamscher Gedichte, die 1959 in Buchform erschienen, waren ihm nicht weniger wichtig als seine eigenen Gedichte. Es existieren zahlreiche typologische Affinitäten zwischen beiden Lyrikern biographischer und ästhetischer Art. Celan widmete Mandelstam zwei essayistische Texte und einen seiner wichtigsten Gedichtbände „Die Niemandsrose“, in dem er zahlreiche Anspielungen und Bezüge zu seinem Werk vorführt. Aus Celans Gedichten, Äußerungen, Briefen, Notizen geht unmissverständlich hervor, dass er in Mandelstam eine beinahe mystische Identifikationsfigur und ein zweites „ego“ sah.
Petro Rychlo ist Professor für fremdsprachige Literatur an der Nationalen Jurij Fedkowicz-Universität Czernowitz, Ukraine, Literaturwissenschaftler und literarischer Übersetzer. Er ist  Autor von Monographien und  zahlreiche Übersetzungen ins Ukrainische, darunter Werke von Karl Emil Franzos, Manés Sperber, Rose Ausländer, Paul Celan, Alfred Gong, Selma Meerbaum-Eisinger, Reiner Kunze, Esther  Kinski, Jan Wagner u. a. Zurzeit übersetzerische und editorische Arbeit am Projekt der zweisprachigen (deutsch-ukrainischen) Ausgabe der Gesammelten Gedichte Paul Celans in 10 Bänden. Petro Rychlo wurde international geehrt, unter anderem durch das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2012), Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (2014). Er ist Träger des Georg-Dehio-Kulturpreises (2015) und des Rainer Kunze-Literaturpreises (2017).

Eintritt: 5 Euro

 

Donnerstag, 24. Januar 2019, 20 Uhr

Vortrag von Dr. Barbara Oberhäuser 
„Thomas Manns Joseph auf dem Theater“

Der Vortrag behandelt die Bühnenaufführungen der Joseph-Tetralogie von Thomas Mann. Dass ein solches Opus magnum auf verschiedenen deutschen Bühnen als Theaterstück zu sehen war, erstaunt, obwohl Romanklassiker auf der Bühne seit Jahren im Trend liegen. An diesem Abend wird gezeigt, dass Spielkonzepte als poetologische Einschreibung in den Romanen die Vorlage für eine textliche Bühnenadaption liefern. Sie werden vom Primärtext über den Adaptionstext bis hin zur konkreten Aufführung auf der Bühne nachverfolgt. Dabei werden erstmalig ausgewählte Video-Ausschnitte aus den jeweiligen Joseph- Aufführungen gezeigt.

Eintritt: 5 Euro

 

Samstag, 26. Januar 2019 um 15 Uhr Prämiere!!!

Kinderlesung mit Sabine Ludwig: Klassenreise mit Miss Braitwhistle

Ein neues Abenteuer mit Miss Braitwhistle. Franz und Aki haben es tatsächlich in die fünfte Klasse geschafft! Doch gibt es da nicht noch eine Geschichte der chaotischen 4a, die nicht erzählt: die von ihrer Klassenfahrt! Auf Eckis Erlebnishof warten eine Hüpfburg, ein Swimming Pool und sogar ein Maislabyrinth auf die Kinder. Nur leider ist die Hüpfburg ein einziges Sicherheitsrisiko, der Swimming Pool dient als Misthaufen und aus dem Maislabyrinth hatte die 4a fast nicht wieder rausgefunden. Gut, dass sie Miss Braitwhistle haben!
Mit Charme und feiner Ironie erzählt Sabine Ludwig Schulgeschichten, die zum Schieflachen sind und gleichzeitig Werte vermitteln - ohne erhobenen Zeigefinger.

Eintritt: 5 Euro

 

Dienstag, 29.Januar 2019 Lesung

Buchpremiere: Ein Haus für die Müden von Dževad Karahasan
: Der Autor im Gespräch mit Ingo Schulze

Von Liebe und Verlust, Fortschritt und Erinnerung  handeln die fünf großen Erzählungen, mit denen Dževad Karahasan aus dem fernen Epochenschauplatz seines Opus Magnum, Der Trost des Nachthimmels (»ein Jahrzehnte-Ereignis«, NZZ), ins 20. Jahrhundert zurückkehrt. Der Kommunismus erreicht die bosnische Provinz. In den kleinen Städten, umgeben von einsamen, majestätischen Landschaften, spüren Karahasans Helden, dass eine Zeit anbricht, in der sie keinen Platz mehr haben. Sie verweigern sich – radikale Alte, trotzige Weltverweigerer, die auf dem Recht bestehen zu träumen, zu trauern und einfach müde zu sein.
Mit seinen weit ausschwingenden Sätzen und Reflexionen, dem hintergründigen Humor und den mystisch-phantastischen Elementen erzählt Karahasan vom Altwerden – dem Zurückbleiben in einer Welt, die sich schneller verändert, als der Einzelne sie erleben kann.
Dževad Karahasan stellt sein neues Buch im Dialog mit Ingo Schulze vor. Es ist eine spannende Diskussion der beiden Schriftsteller zu erwarten, die sich als langjährige Weggefährten regelmäßig über ihre Erfahrungen und Inspirationen austauschen.
Zuletzt haben sie gemeinsam ein viel beachtetes Nachwort zu der revidierten Übersetzung von Andrej Platonows Tschewengur verfasst.

Eintritt: 5 Euro

 

Donnerstag, 31. Januar 2019 , 20 Uhr

Die Sektion Berlin-Brandenburg der Heinrich-Heine-Gesellschaft lädt ein zur Lesung: „Von Ausnahme-Erscheinung bis Zahnweh – Fanny Lewald und Adolf Stahr, ein A B C in Briefen“

Sie lernen sich 1845 in Rom kennen und lieben, die jüdische Berliner Schriftstellerin und Vorkämpferin der Frauen-Emanzipation, Fanny Lewald und der OldenburgerAltphilologe Adolf Stahr, Predigersohn aus der Uckermark, verheiratet, Vater von fünf Kindern.
Ihre Liebesbeziehung ist im damaligen Deutschland ein Skandal. Bis zu ihrer Eheschließung 1855 müssen die beiden viel an Anfeindungen und Spott ertragen, ganz zu schweigen von den Turbulenzen, die die beiderseitigen Familien erschüttern. Bis sie 1852 eine gemeinsame Wohnung in Berlin beziehen, sehen sie sich jedes Jahr nur wenige Wochen. Aber sie schreiben einander fast täglich - insgesamt sind 897 Briefe aus diesen Jahren im Nachlass Lewald/Stahr in der Berliner Staatsbibliothek erhalten.
In diesen Briefen wird eine ganze Epoche lebendig. Es ist die Zeit der 1848-er Revolution, Lewald und Stahr verfolgen und kommentieren das Geschehen als Sympathisanten - anfangs voller Hoffnung, zunehmend jedoch mit Resignation. Sie kennen nicht nur Politiker aller couleur, von Konservativen bis zu Emigranten, sie verkehren auch, vor allem Fanny Lewald, mit zahlreichen Persönlichkeiten des Kulturlebens jener Jahre, mit Bettina von Arnim, Theodor Fontane, Varnhagen von Ense, den Mendelssohns, Franz Liszt, Heinrich Heine, Alexander von Humboldt - um nur einige zu nennen.
Fanny Lewald wird in diesen Jahren zu einer der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Adolf Stahr macht Karriere als einflussreicher Kritiker, Journalist und Autor.

Unter dem Titel: „Ein Leben auf dem Papier, Fanny Lewald und Adolf Stahr. Der Briefwechsel 1846 bis 1852“ ist im Aisthesis Verlag Bielefeld zwischen 2014 und 2017 eine dreibändige Edition erschienen. Die Herausgeberinnen Gabriele Schneider und Renate Sternagel lesen daraus.

Eintritt: 5 Euro

 
Anmeldungen zu allen Veranstaltungen in der Buchhandlung unter 56 73 90 91 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Wir freuen uns auf Sie!

Mit herzlichen Grüßen

 

Natalia Liublina & Gerrit Schoof

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