VeranstaltungenWir freuen uns auf Ihren Besuch!

Liebe Freundinnen und Freunde des Zauberbergs,

anbei unsere nächsten Veranstaltungen, zu denen wir Sie alle herzlich einladen:

Donnerstag, 24. November, 20 Uhr
Gerhard Poppenberg: Geist, Geschichte, Wirklichkeit. Grundfragen der Philologie in der deutschen Romanistik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Dass ein wirklich vereintes Europa mehr sein muss als ein Wirtschaftsverbund ist inzwischen fast ein Gemeinplatz. Was genau es allerdings sein könnte bleibt weiterhin fraglich. Giorgio Agamben hat unlängst darauf hingewiesen, dass die „Legitimation“ Europas in seiner Geschichte und seinen kulturellen Traditionen liege, denn „die Europäer begegnen ihrer Wahrheit immer im Dialog mit ihrer Vergan­genheit“. Europa ist sei­ne Geschichte; die Zukunft, „das Überleben Europas“, hängt am angemessenen Verhältnis zu ihr.
 
Doch auch die Vorstellung der Geschichte Europas als einem Überlieferungsraum, in dem Begriffe wie Kultur, Geist, Kunst, Idee nicht „idealistisches Gerümpel“ (Thomas Mann), sondern tragende Konzepte der Zivilisation waren, ist inzwischen nahezu verloren gegangen.
 
Gerhard Poppenberg stellt vier romanistische Philologen vor, die ihre Forschungen im Horizont dieser Geschichte Europas durchgeführt haben: Karl Vossler (1872-1949), Ernst Robert Curtius (1886-1956), Leo Spitzer (1887-1960) und Erich Auerbach (1892-1957). Zumindest die Werke von Curtius (Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter) und Auerbach (Mimesis) dürften auch heutigen Philologen noch ein Begriff sein. Alle vier haben, jeder auf seine Weise, in groß angelegten Untersuchungen Beiträge zu einer Ideen- und Kulturgeschichte Europas vorgelegt, ausgehend von der griechisch-jüdisch-römischen Antike über das christliche Mittelalter bis zur neuzeitlichen Moderne. Zudem haben sie Reflexionen zum (Selbst-)Verständnis der Philologie als Geisteswissenschaft und schließlich zur Frage der Geschichtlichkeit der Geisteswissenschaften selbst angestellt. Die Philologie bildet historische Urteilskraft aus.
 
Begleitend zu dieser großen Untersuchung hat Poppenberg zwei kleine Texte von Vossler und Spitzer neu herausgegeben und in einem Nachwort kommentiert (Karl Vossler / Leo Spitzer: Sprachwandel und Kulturwandel, hg. v. Gerhard Poppenberg, Berlin, Matthes & Seitz). Was ist Sprache und was ihr Verhältnis zu Wahrheit? Ist Sprache unser Zugang zu Wahrheit oder das Hindernis, das es zu überwinden gilt? Die beiden Texte legen einen Grundstein für das aktuelle Nachdenken über Sprache, Macht und ihre politischen Dimensionen. Poppenberg zeigt, wie die lauten Rufe nach geschlechtergerechter Sprache und der mindestens genauso heftige Widerstand dagegen im Kontext dieser Grundfragen zu verstehen sind. Indem er uns so die Kraft der Sprache und den Einfluss, den die Gemeinschaft der Sprechenden seit jeher auf Kultur- und Sprachwandel hat, vor Augen führt, plädiert er für etwas mehr Gelassenheit in den gegenwärtigen Debatten.

Ergänzend dazu ein Gespräch mit Maike Albath im Deutschlandfunk:
https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DLF_10bc3c60   

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Eintritt 5 Euro

 

Donnerstag, 01.12.2022, 20 Uhr
Die Verlegerin des Aviva Verlags stellt den Roman „Illusionen“ von Ruth Rehmann vor.

In ihrem Roman "Illusionen" erzählt Rehmann vom Arbeitsalltag und den Wochenendvergnügungen dreier Frauen und eines Mannes, die im Großraumbüro eines Konzerns tätig sind. Mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen und Träumen brechen sie samstagmittags ins Wochenende auf. In zwölf Kapiteln schildert Rehmann deren Abenteuer und Enttäuschungen, Träume und Illusionen und lässt uns an der verwirrenden, glücklichen, faszinierenden oder riskanten Vergangenheit und Gegenwart ihrer vier Protagonisten teilhaben - bis zur ernüchternden Rückkehr in den 13. Stock am Montagmorgen. Im selben Jahr wie Grass' "Blechtrommel" oder Bölls "Billard um halb zehn" erschienen, lässt Rehmanns Zeit- und Gesellschaftsroman ganz neue Facetten der Wirtschaftswunderzeit entdecken und beeindruckt auch heute noch durch seine Modernität.1958 las Ruth Rehmann das Kapitel "Das erste Kleid" auf der Tagung der Gruppe 47 in Großholzleute. Bei der Abstimmung über den Preis der Gruppe unterlag sie schließlich jedoch Günter Grass.
Herausgegeben von Werner Jung.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ruth-rehmann-illusionen-buchkritik-rezension-100.html
»Für diesen Roman könnte man die Literaturgeschichte umschreiben« (Helmut Böttiger, Berliner Zeitung)

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Eintritt 5 Euro

 

Dienstag, 06.12.2022, 20 Uhr
Einladung Thomas-Mann-Kreis-Berlin e.V.
Ortsverein der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft

 

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Eintritt 5 Euro

 

 

Anmeldung erforderlich (telefonisch oder per E-Mail), die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Anmeldungen zu allen Veranstaltungen in der Buchhandlung unter 56 73 90 91 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Wir freuen uns auf Sie!

Mit herzlichen Grüßen

 

Natalia Liublina & Gerrit Schooff

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